Polpo - Maler Vittore Carpaccio … und ein kleines bisschen Küchensprache 🐙✨
- Cornelia Elsener

- vor 1 Stunde
- 1 Min. Lesezeit
Je nach Sprachraum kann das Lesen einer Speisekarte manchmal fast ein kleines Abenteuer sein. Da begegnen einem Begriffe, bei denen man kurz innehält und denkt:
„Das klingt wunderbar … aber was genau ist das eigentlich?“ 😊
Aber wisst ihr was? Fragen ist absolut erlaubt.
Denn der Gastronom kennt dafür vielleicht den Unterschied zwischen Ölfarbe und Aquarell auch nicht. Jeder hat eben seine eigene Fachsprache. 😉
Auf unserer Frühlingskarte (noch bis und mit 8. Juni) findet ihr zum Beispiel:
Polpo Carpaccio mit Rucola, grünem Spargel und Tomatenconfit
Und ja, da verstecken sich gleich mehrere hübsche Küchenwörter darin.
🐙 Polpo ist schlicht das italienische Wort für Oktopus. Viele kennen ihn vielleicht eher vom beliebten Pulposalat, wobei „Pulpo“ die spanische Wortvariante davon ist.
✨ Carpaccio beschreibt hauchdünn geschnittene Zutaten. Der Begriff geht übrigens tatsächlich auf den venezianischen Maler Vittore Carpaccio zurück.
Warum? Weil die kräftigen Rottöne eines klassischen Rindercarpaccios an die Farben in seinen Gemälden erinnert haben sollen. Da begegnen sich also tatsächlich Kunst und Küche und ein klein wenig Farbe steckt damit doch auch in der Speisekarte. 🎨😊
🍅 Und ein Tomatenconfit? Das klingt viel komplizierter, als es ist. Dabei werden Tomaten ganz langsam und liebevoll gegart, sodass sie wunderbar aromatisch, leicht süsslich und herrlich intensiv werden.
Und ganz ehrlich:
Dem Gericht selbst ist es vermutlich ziemlich egal, ob man jedes einzelne Wort auf der Karte kennt. Seine wichtigste Aufgabe bleibt sowieso dieselbe: einfach fein zu schmecken. 💛
Habt einen bezaubernden Abend und bis bald im Guggital 🌿✨
Vielleicht ja bei einem kleinen kulinarischen Sprachkurs auf dem Teller. 😉
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