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Ist Tintenfischtinte eigentlich blau? - Moules & Tagliolini al nero di seppia


Unsere Tagliolini mit Moules sind nicht einfach nur schwarz gefärbt, sie verdanken ihre Farbe der Tinte von Tintenfischen. Und ja, diese bringt nicht nur Farbe, sondern auch diesen feinen, leicht salzigen, ganz subtilen Meergeschmack mit.


Aber ihr kennt mich, da hört die Geschichte natürlich nicht auf:


Fast alle Kopffüsser, also Sepien, Kalmare und Oktopusse, besitzen einen Tintenbeutel im Körper. Fühlen sie sich bedroht, stossen sie die Tinte ins Wasser aus. Die dunkle Wolke breitet sich aus, verwirrt den Fressfeind und der Tintenfisch ist längst verschwunden.


Was im Meer als Fluchtstrategie dient, wurde schon in der Antike weiterverwendet. Die Tinte wurde getrocknet und als Schreib- oder Zeichenfarbe genutzt. Viele historische Zeichnungen entstanden mit sogenannter Sepiatinte.


Und jetzt wird es spannend:


Wenn wir an „Tinte“ denken, sehen wir meist ein dunkles Blau vor uns , so wie früher in der Füllfeder in der Schule.


Doch Sepiatinte war nie blau. Sie ist von Natur aus bräunlich bis dunkelbraun. Je nach Verdünnung wirkt sie fast schwarz oder eben warm braun, daher auch der Begriff „Sepiaton“ bei alten Fotografien.


Das klassische Blau unserer Schulfüller stammt von ganz anderen Tintenarten, etwa von Eisengallustinte oder später synthetischen Tinten. Mit dem Tintenfisch hatte das nichts zu tun.


Kurz gesagt:

Ist die Tinte blau, war kein Tintenfisch beteiligt.


Der Tintenfisch als Namensgeber:

Die Farbe Sepia trägt ihren Namen tatsächlich vom Tintenfisch selbst, genauer von der Sepie (Sepia officinalis). Was einst aus ihrem Tintenbeutel gewonnen wurde, gab nicht nur Künstlerzeichnungen ihren warmen Braunton, sondern wurde später sogar zum Namensgeber für diesen nostalgischen Farbton.


So genug Wissen aufgedrückt, um unsere schwarzgefärbten Moules-Tagliolini zu geniessen, muss man das sowieso nicht wissen.


Habt einen bezaubernden Abend und bis bald im Guggital zu feinen Moules-Gerichten!


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